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Quecksilberausleitung

Umfang der Amalgamentfernung

Sämtliche Amalgamfüllungen sollten entfernt werden, auch solche, die unter Gold- oder Keramikkronen versteckt oder sogar im Zahnwurzelkanal liegen. Mit Amalgam wurzelbehandelte Zähne sollten komplett entfernt werden, woran sich eventuell noch das Ausfräsen des Kiefers anschließt, um das in diese Strukturen hineingesickerte Amalgam zu entfernen. Die Zahnsubstanz unter den Füllungen sollte so abgefräst werden, bis die normale weiße Zahnfarbe zum Vorschein kommt. Falls der ganze Zahn grau ist, muss er komplett entfernt werden.

Für Allergiker

Bei Allergikern ist die Gefahr eines Allergie-Schocks groß. Zusätzlich können die verwendeten Desinfektionsmittel und Betäubungsmittel Probleme bereiten. Deshalb sollte das Vorgehen der Sanierung dringend zwischen Zahnarzt und Hausarzt abgesprochen werden. Alle Stoffe und Zahnmaterialien, die verwendet werden, sollten zunächst ausgetestet werden.

Zeitplan zum Ausbohren

Über den Zeitraum, in dem sämtliche Füllungen entfernt sein sollen, gibt es unterschiedliche Meinungen. Als Faustregel gilt: leichte Vergiftung – langsame Sanierung, schwere Vergiftung – schnelle Sanierung.
Aus der Immunologie weiß man allerdings, dass bei der Entfernung die Zahl der Immunzellen, die auf die Füllungsbestandteile reagieren, nach etwa 12 – 14 Tagen ansteigt. Das bedeutet eine erhöhte Gefahr, eine allergische Reaktion zu entwickeln. Wenn danach durch eine spätere Sitzung nochmals Amalgam entfernt wird, sind die Lymphozyten schon sensibilisiert und können eine allergische Reaktion verursachen. Deshalb wäre es am besten, wenn innerhalb dieses Zeitraums schon alle Füllungen entfernt wären. Dabei sollten die Zähne quadrantenweise alle 2 – 4 Tage von Amalgamfüllungen befreit werden. Alternativ kann aber ebenso alle acht Wochen ein Quadrant bearbeitet werden, da nach diesem Zeitraum die Stärke der Immunreaktion wieder abnimmt.

Symbioselenkung des Darms

Eine Immunologische Basistherapie, vor Beginn der Ausleitungstherapie um den Organismus auf die Ausleitungsbehandlung vorzubereiten (ProSymbioflor®, Symbioflor® I+II)

Schützende Maßnahmen während der Entfernung

Ab etwa zwei Wochen vor dem Ausbohren empfiehlt es sich, fehlende Mineralien und Vitalstoffdepots mit gesunder Ernährung und evtl. Nahrungsergänzungsmitteln aufzufüllen (z. B. Orthonorm® m oder f). Kurz vor und nach dem Entfernen der Füllungen sollte die Ernährung einen höheren Anteil an Proteinen und Ballaststoffen bieten.
Am Tag des Ausbohrens ist eine vorbeugende Einnahme von Milch und Heilerde (z. B. Luvos Ultra), auch Kohletabletten können eingenommen werden.

Nahrungsergänzungen

Natürliche Nahrungsmittel enthalten die Vital- und Nährstoffe in einem optimalen Mengenverhältniss. Trotzdem hat die sogenannte orthomolekulare Medizin, begründet vom zweifachen Nobelpreisträger Prof. Linus Pauling große Erfolge. Sie führt teilweise extrem dosierte Vitamine und Mineralstoffe zu.

Eine hochdosierte Gabe von Vitamin C (1-5 g) verstärkt beispielsweise die Entgiftung von Quecksilber und Zinn. Die Wirkung von Vitamin C wird verstärkt, wenn zusätzlich natürliches Vitamin E und Beta-Carotin eingenommen werden. Vorsicht ist jedoch bei Nierenproblemen mit hochdosiertem Vitamin C (über 1000 mg) geboten.

Auch das Spurenelement Germanium, das übrigens in Knoblauch und Bärlauch vorkommt, verstärkt die Quecksilberausscheidung. Andere Vitamine, vor allem B-Komplex-Vitamine, an denen es bei Schwermetallvergiftungen mangelt, Mineralstoffe wie Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Schwefel u. a. sind ebenso wichtig wie die Spurenelemente Selen, Zink, Chrom, Molybdän, Mangan, Jod, Kupfer, usw., damit der Organismus optimal funktioniert. Manche B-Vitamine können selbst Quecksilber binden und unschädlich machen. Insgesamt werden diese Vitalstoff besser vom Körper verwertet, wenn sie aus natürlichen Quellen stammen.

Selen und Zink

Unzweifelhaft werden bei einer Quecksilberbelastung Selen und Zink verbraucht, so dass Mangelzustände auftreten können.

Zink kann in höheren Dosierungen die giftige Wirkung des Quecksilbers auf das Nervensystem verstärken. Deshalb darf es nur bei nachgewiesenem Zinkmangel zusätzlich eingenommen werden!

Enzyme

Die Entgiftungstätigkeit kann durch Enzyme gefördert werden. Als Ergänzung können Enzyme als Medikament (z. B. Wobenzym®) eingenommen werden.
  • Mercurius solubilis comp® zur Mobilisation der Quecksilberverbindungen.
  • Lymphdiaral® Tropfen zur Entgiftung und Reinigung der Lymphflüssigkeit.
  • Pascorenal® zur Anregung und Förderung der Harnbildung und –ausscheidung.

Allgemeine Hinweise

Währen der Ausleitungstherapie genügend Flüssigkeit (bis zu 3 Liter Tee oder Wasser) trinken. Eine Zahnsanierung bzw. Ausleitungsmaßnahme nicht während der Schwangerschaft bzw. der Stillzeit durchführen.

Autor:

Dr. Bolz
Hauptstr. 62
45549 Sprockhövel
www.praxis-bolz.de