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Arterielle Durchblutungsstörungen der Beine

Die arterielle Verschlußkrankheit (AVK) ist eine chronische Erkrankung, die immer weiter fortschreitet, wenn man nichts dagegen unternimmt. Um die Krankheit richtig zu behandeln und ihren Verlauf genau zu kontrollieren ist es notwendig, daß Sie sich in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen.

10 Gebote für AVK-Patienten

  1. Verzichten Sie dauerhaft und konsequent auf das Rauchen.
  2. Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund.
  3. Achten Sie auf Ihr Gewicht.
  4. Trinken Sie viel, wenn Herz und Kreislauf es gestatten.
  5. Sorgen Sie für ausreichende Bewegung. Benutzen Sie z. B. die Treppe anstelle des Fahrstuhls.
  6. Pflegen Sie Ihre Füße sorgfältig und vermeiden Sie Verletzungen. Nie barfuß gehen!
  7. Tragen Sie bequeme, nicht einengende Strümpfe und Schuhe.
  8. Vermeiden Sie extreme Temperaturen (Hitze oder Kälte), die Ihnen schlecht durchbluteten Gliedmaßen schaden können.
  9. Schlagen Sie im Sitzen die Beine nicht übereinander, damit die Blutgefäße in den Kniekehlen nicht abgedrückt werden.
  10. Nehmen Sie regelmäßig Ihre Medikamente ein, wie es Ihnen verordnet wurde.

Schritt für Schritt gegen den Verschluß

Die beste Therapie gegen Durchblutungsstörungen der Beine ist konsequentes Bewegungstraining. Fragen Sie uns, ob es in Ihrem Falle sinnvoll ist, an einem regelmäßigen Gefäßsporttraining teilzunehmen. Falls bei Ihnen keine gesundheitlichen Einwände bestehen, können wir Ihnen das Gefäßtraining verordnen. Erkundigen Sie sich bei uns oder Ihrer Krankenkasse nach einer Gefäßsportgruppe in Ihrer Nähe, oder einer entsprechenden Anlaufstelle (z. B. Selbsthilfegruppe), die Ihnen weiterhilft. Nutzen Sie jede Gelegenheit, sich regelmäßig und oft zu bewegen. Machen Sie Spaziergänge, gehen Sie schwimmen oder fahren Sie mal wieder Rad. Auch Tanzen ist ein gutes Gefäßtraining.

Entspannungs-Training: Gut für Körper und Seele

Geben Sie Streß und Hektik keine Chance und schalten Sie einfach öfter mal ab. Entspannungstechniken wie die „Progressive Muskelentspannung nach Jacobson“ oder „Autogenes Training“ helfen Ihnen dabei. Erlernen Sie diese Übungen in speziellen Kursen der Volkshochschulen oder Krankenkassen. Sie werden sehen, sie sind nicht nur gut für Ihre Seele, sondern werden sich auch positiv auf Ihre Durchblutung auswirken.

„Operation pAVK“: Hier sind Spezialisten gefragt

Chirurgische Eingriffe an Armen oder Beinen sind für pAVK-Patienten nicht ungefährlich. Denn aufgrund der peripheren arteriellen Verschlüsse wird das durch die Operation verletzte Gewebe ungenügend mit Blut und Sauerstoff versorgt und heilt entsprechend schlecht. Problem dabei: Es besteht die Möglichkeit, daß das Gewebe um die Wunde abstirbt und amputiert werden muß.

Deshalb ist es unbedingt nötig, daß Sie vor einer Operation, wie z. B. der Entfernung von Zehennägeln oder Hühneraugen am durchblutungsgestörten Fuß, einen Gefäßspezialisten zu Rate ziehen. Nur er kann wirklich beurteilen, ob die Operation unbedenklich oder eher riskant ist. Manchmal ist es einfach sicherer, auf einen Eingriff zu verzichten und mit Hilfe von Medikamenten zu heilen, auch wenn es etwas länger dauert.

Autor:

Dr. Bolz
Hauptstr. 62
45549 Sprockhövel
www.praxis-bolz.de