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Impfen im Rentenalter

Gerade im fortgeschrittenen Alter tritt eine gewisse „Impfmüdigkeit“ auf, die in Einzelfällen lebensbedrohende oder gar tödliche Folgen haben kann. Die heute verfügbaren Impfstoffe zeichnen sich durch äußerst gute Verträglichkeit und hohe Schutzwirkung aus.

Folgende Impfungen sind für den Personenbereich jenseits des Rentenalters von Bedeutung:

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Liegt eine korrekte Grundimpfung (3 Impfungen im entsprechenden Abstand) vor, genügt eine Auffrischimpfung, selbst wenn die Grundimpfung viele Jahre zurückliegt.

Wundstarrkrampf-Infektionen erfolgen auch schon bei harmlosen Verletzungen, im Garten, mit Tieren oder im Haushalt. Meist wird sie kombiniert mit der Impfung gegen

Diphtherie

Durch rege Reisetätigkeit und zunehmende Migration aus osteuropäischen Ländern ist eine Zunahme der Diphtherie wieder zu bemerken.

Nichtgeimpfte oder Personen mit fehlendem Nachweis (diese gelten als Nicht-Geimpft) sollten zwei Impfungen im Abstand von 4 – 6 Wochen und eine dritte Impfung 6 – 12 Monate nach der zweiten Impfung erhalten.

Pertussis (Keuchhusten)

Seit Herbst 2009 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für alle Erwachsenen, bei der nächst fälligen Tetanus/ Diphtherie-Impfung einmalig eine Kombinationsimpfung mit dem Impfstoff gegen Keuchhusten zu verabreichen, da vermehrt Keuchhustenerkrankungen bei älteren Erwachsenen auftreten.

Influenza (echte Virusgrippe)

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Impfung im Herbst mit einem aktuellen Impfstoff.

Pneumokokken (ansteckende Lungenentzündung)

Die STIKO empfiehlt allen Personen über 60 Jahren diese Impfung, insbesondere aber Patienten mit
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Erkrankung der Atmungsorgane
  • Diabetes mellitus
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Nierenerkrankungen

Autor:

Dr. Bolz
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45549 Sprockhövel
www.praxis-bolz.de