Kopfgrafik

Schutzimpfung gegen Humane Papillomaviren (HPV)

Die Impfung mit Gardasil ist zum Schutz vor Erkrankungen bestimmt, die durch humane Papillomviren ( HPV) der Typen 6, 11, 16 und 18 hervorgerufen werden. Diese beinhalten Gebärmutterhalskrebs, Krebsvorstufen der weiblichen Geschlechtsorgane (Gebärmutter und äußere weibliche Geschlechtsteile) und Genitalwarzen. Die HPV-Typen 16 und 18 sind für ca. 70 % der Fälle von Gebärmutterhalskrebs, die HPV-Typen 6 und 11 sind für ca. 90 % alles Genitalwarzen verantwortlich. Gardasil kann die Erkrankungen, vor denen es schützt, nicht verursachen. Gardasil löst die Bildung von typspezifischen Antikörpern (Abwehrstoffen) aus. In klinische Studien wurde gezeigt, dass diese Antikörper bei erwachsenen Frauen im Alter von 16 bis 26 Jahren Erkrankungen verhindert, die durch die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 hervorgerufen werden. Der Impfstoff führt auch bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 15 Jahren zur Bildung von Antikörpern. Ob diese typspezifischen Antikörper auch Erwachsene Männer vor Erkrankungen schützen, wurde nicht untersucht. Der größte Nutzen von Gardasil ist zu erwarten, wenn der Impfstoff vor einer Infektion mit einem der humanen Papillomvirus-Typen, gegen die der Impfstoff gerichtet ist, verabreicht wird. Personen, die bereits mit einem oder mehreren der Impfstoff-HPV-Typen infiziert sind, werden durch den Impfstoff vor den übrigen Impfstoff-HPV-Typen geschützt.

Wie alle Impfstoffe schützt Gardasil möglicherweise nicht alle Geimpften vollständig. Gardasil schützt nicht gegen alle Typen des humanen Papillomvirus. Daher sollten geeignete Maßnahmen zum Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten beibehalten werden. Die Impfung ist kein Ersatz für Routineuntersuchung zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge. Sie sollten weiterhin dem Rat ihres Arztes folgen und Gebärmutterhalsabstriche/Pap-Tests zur Krebsvorsorge vornehmen lassen.

Wer soll geimpft werden?

Mädchen ab dem 9. Lebensjahr sowie junge Frauen bis zum 26. Lebensjahr können von einer Impfung profitieren. Da die HPV-Infektion in erster Linie durch Geschlechtsverkehr übertragen wird, ist die Immunisierung vor Aufnahme des Sexuallebens wünschenswert. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen für Mädchen zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr übernommen.

Wer soll nicht geimpft werden ?

  1. Die zu impfende Person hat eine Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile von Gardasil
  2. Bei einer früheren Gabe einen Dosis Gardasil ist eine allergische Reaktion hatte.

Mögliche Reaktionen nach der Impfung

Gelegentlich kommt es an der Impfstelle vorübergehend zu einer Rötung, Schwellung, zu leichten Schmerzen oder Juckreiz. Auch die selten nach der Impfung beobachteten Magen-Darm-Beschwerden oder grippeähnlichen Symptome, wie z.B. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Fieber, halten nur kurz an. Selten wurden Gelenkschmerzen und -schwellungen beobachtet, die meistens nur vorübergehend bestehen, in seltenen Fällen aber auch mehrere Tage anhalten können. Sehr selten kann es durch eine Überempfindlichkeit gegen den Impfstoff zu einem Nesselfieber oder anderen, auch schweren allergische Erscheinungen kommen, die nach kurzer Zeit wieder abklingen. Der Impfarzt wird in solchen Fällen sofortige Gegenmaßnahmen Treffen.

Vor Durchführung der Impfung bitten wir Sie zusätzlich um folgende Angaben:
  1. Sind Sie (der Impfling) gegenwärtig gesund?
  2. Ist bei Ihnen (dem Impfling) eine Allergie bekannt?
  3. Traten bei Ihnen (dem Impfling) nach einer früheren Impfung allergische Erscheinungen, hohes Fieber oder sonstige ungewöhnliche Reaktionen auf?

Falls Sie noch mehr über die Schutzimpfung gegen Humane Papillomaviren wissen wollen, fragen Sie den Impfarzt!

Autor:

Dr. Bolz
Hauptstr. 62
45549 Sprockhövel
www.praxis-bolz.de