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Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine

Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aufbaustoffe Wofür es gut ist! Was passiert bei Mangel? In welcher Nahrung enthalten?

Vitamin A

Am Sehvorgang sowie am Aufbau und Funktionserhalt von Schleimhautzellen und Knorpelgewebe beteiligt. Zur Erhaltung der Infektionsabwehr und zur Fortpflanzung notwendig. Herabgesetzte Sehschärfe bei Dämmerlicht (Nachtblindheit) bis hin zu Geschwürbildung der Hornhaut und spärlichem Tränenfluß. Veränderungen an Haut und Schleimhäuten insbesondere der Atem- und Geschlechtsorgane. Abwehrschwäche gegen Infektionen. Z. B. in Lebertran, Säugetierleber, Fisch, Eigelb, Milch und Butter
ß-Carotin =

Provitamin A

ß-Carotin, eine Vorstufe des Vitamin A, fängt freie Radikale ab; möglicherweise ist es deshalb ein Schutz vor Krebs. Bei gleichzeitigem Fehlen von Vitamin A: siehe Vitamin A z. B. Karotten, Spinat, Grünkohl, grünen Bohnen, Feldsalat und Tomaten.

Günstig für die Ausnutzung des ß-Carotins ist die gleichzeitige Zufuhr von Milch oder Fett.

Vitamin B1 Unentbehrlich für den Kohlenhydrat-stoffwechsel (Stoffwechsel der Zuckerstoffe / Energiestoffwechsel) und das Nervensystem Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel, „Beriberi“ mit Ausfall von Nervenfunktionen bis hin zu Skelettmuskelschwund, Herzmuskelschwäche und Ödemen.

Besonders gefährdet sind Alkoholiker.

z. B. in Schweinefleisch, Leber, Hefe, Vollkornbrot, Haferflocken, Kartoffeln und Hülsenfrüchten.
Vitamin B2 Beteiligt an zentralen Vorgängen im gesamten Stoffwechsel Wachstumsstörungen, Schädigung von Haut und Schleimhäuten (z. B. Einriß der Mundwinkel, Mundschleimhaut-entzündung), Blutarmut z. B. in Milch und Milchprodukten, Fleisch, Fisch, Eiern und Vollkornprodukten
Vitamin B6 Wichtig für den Eiweißstoffwechsel sowie für die Funktion des Nervensystems, die Immunabwehr und die Blutfarbstoffbildung. Hautveränderungen im Nasen-, Augen- und Mundbereich, Blutarmut sowie Störungen der Nervenfunktion.

Die Einnahme der Anti-Baby-Pille kann den Vitamin B6-Spiegel erniedrigen.

z. B. in Hühner- und Schweinefleisch, Fisch, Kohl, grünen Bohnen, Linsen, Feldsalat, Kartoffeln, Bananen, Weizenkeimen und Vollkornprodukten


Vitamin B12

Unentbehrlich für die Bildung des roten Blutfarbstoffs. Beteiligt an Prozessen des Stoffwechsels und der Zellbildung Blutarmut, entzündliche Veränderungen der Zungenschleimhaut, Schädigung des Nervensystems z. B. in Leber und Muskelfleisch, Fisch, Eiern, Milch und Käse

Biotin

Beteiligt am Stoffwechsel von Fettsäuren, Kohlenhydraten und Proteinen Hautentzündung, Haarausfall, Störung der Koordination von Bewegungsabläufen, EKG-Abnormalitäten, Anstieg der Cholesterinkonzentration im Blut z. B. in Leber, Sojabohnen, Eigelb, Nüssen, Haferflocken, Blumenkohl, Champignons und Linsen

Nicotinamid

Beteiligt am Abbau von Fetten, Kohlenhydraten, Fettsäuren und Aminosäuren „Pellagra“ mit Durchfall, schuppender Hautentzündung, Hyperpigmentierung, Schleimhaut-veränderungen der Zunge, Demenz und Störung der Nervenfunktion z. B. in Fleisch, Innereien, Fisch, Milch, Eiern und Erdnüssen

Pantothensäure

Beteiligt am Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und verschiedenen Aminosäuren sowie am Aufbau von Fettsäuren und bestimmten Hormonen Beschwerden im Bauchbereich, Erkrankungen der peripheren Nerven, Brennen der Füße (sog. Burning feet syndrome), Krämpfe z. B. in Leber, Muskelfleisch, Fisch, Milch, Vollkornerzeugnissen und Hülsenfrüchten

Vitamin C

Beteiligt an der Bildung und Funktionserhaltung von Bindegewebe und Knochen, fördert die Wundheilung. Steigert die körpereigenen Abwehrkräfte und schützt vor Infektionen. Fängt zusammen mit Vitamin A und Vitamin E freie Radikale ab und schützt damit möglicherweise vor Krebs. Geschwächtes Immunsystem, schlechtere geistige und körperliche –Leistungsfähigkeit. Bei sehr starkem Mangel: „Skorbut“ mit Blutungen, verzögerter Wundheilung und Zahnausfall.

Höherer Bedarf: Raucher und bei starker körperlicher Belastung

z. B. in frischem Obst (Kiwi, Zitrusfrüchte), Sanddorn, Grüngemüse, Paprika, Tomaten und Kartoffeln

Vitamin E

Wirkt als Schutzsystem vor der Anlagerung von Sauerstoffradikalen, insbesondere bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren Verkürzte Lebensdauer der roten Blutkörperchen, Ausfallerscheinungen im Muskelstoffwechsel und Nervensystem z. B. in pflanzlichen Ölen (vor allem Weizenkeim- und Sonnenblumen-Öl), Nüssen, Eiern, frischem grünem Blattgemüse und Vollkornprodukten

Mineralstoff Eisen

Wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffs und damit unentbehrlich für den Sauerstofftransport Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Blutarmut, erhöhte Infektanfälligkeit, Verhaltensstörungen. Höherer Bedarf: Frauen im gebärfähigen Alter z. B. in Fleisch, Wirsing, Spinat, Bohnen und Erbsen.

Eisen in Fleisch wird vom Körper besser aufgenommen als Eisen aus pflanzlichen Produkten.

Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen

Mineralstoff

Magnesium

Wichtig für die Bereitstellung von Energie für jede Muskeltätigkeit. Unentbehrlich für die neuromuskuläre Reizübertragung und die Muskelkontraktion, Bestandteil der Knochen. Muskelkrämpfe (Wadenkrämpfe), Herzrhythmusstörungen, Streßanfälliggkeit.

Die Einnahme der Anti-Baby-Pille kann den Magnesiumspiegel erniedrigen

z. B. in Vollkornerzeugnissen, Milch und Milchprodukten, Fleisch, Leber, Geflügel, Fisch, Kartoffeln, vielen Gemüsearten, Sojabohnen, Beerenobst und Bananen

Coenzym Q10

Wichtige Funktion beim Energiestoffwechsel. Weist antioxidative Eigenschaften auf. Bei verschiedenen Herzmuskelerkrankungen wurden niedrige Coenzym Q10-Konzentrationen gefunden. Die Konzentration an Coenzym Q10 in den verschiedenen Geweben nimmt mit zunehmendem Lebensalter ab. z. B. in Fleisch, Leber, Fisch und Eiern
Spurenelement Selen (aus Hefe) Am Schutz der Zellen vor Radikalen beteiligt Störungen der Muskelfunktion z. B. in Leber, Fleisch, Getreide und Hülsenfrüchten

Autor:

Dr. Bolz
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