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Der PSA-Wert

Der Finger des Arztes erreicht bei der Tastuntersuchung der Prostata nur gut die Hälfte von möglicherweise gutartigen Wucherungen – und es gehört viel Fingerspitzengefühl dazu, zwischen gutartigen Wucherungen und bösartigen Geschwülsten zu unterscheiden. Der Tastbefund alleine gibt also nur unzureichende Erkenntnisse.

Der PSA-Wert ist ein ziemlich zuverlässiger Tumormarker. Krankes Prostatagewebe scheidet ein Prostata-Spezifisches-Antigen (PSA) aus, das im Serum (=im Blut) gemessen wird. Bei gesunden Männern liegt der Wert unter 4 ng/ml. Zwischen 4 und 10 ng/ml ergibt sich eine Grauzone. Eine Erhöhung könnte auch anderweitig bedingt sein. Werte über 10 sind dagegen sehr tumorverdächtig. Da ein Gramm gutartiges Prostatagewebe den PSA-Wert um etwa 0,5 ng/ml erhöht, ein Gramm Tumorgewebe aber um 3,5 ng/ml, deutet bei hohen Werten vieles auf ein bösartiges Wachstum hin. Allerdings können auch Entzündungen (Prostatitis) den PSA-Wert auf über 100 ng/ml steigen lassen und Krebs vortäuschen. Ergänzende Untersuchungen mit Ultraschall, Computertomographie und anderen bildgebenden Verfahren können weitere Hinweise geben, aber noch keine Klärung.

Die Bestimmung des PSA-Wertes ermöglicht auch eine ziemlich sichere Verlaufskontrolle während der Therapie.

Die Kosten der vorsorglichen Untersuchung des PSA-Werts übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung leider nicht. Das Labor berechnet Ihnen 40 € für diese aussagekräftige Untersuchung.

Autor:

Dr. Bolz
Hauptstr. 62
45549 Sprockhövel
www.praxis-bolz.de