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Krankentransportrichtlinien

Die Krankentransportrichtlinien beinhalten das Verfahren bei Rettungsfahrten, Krankentransporten und Krankenfahrten

Der Gemeinsame Bundesausschuss nahm Konkretisierungen und Ausnahmetatbestände zur Verordnung von Krankenfahrten mit einem Mietwagen oder einem Taxi vor, wenn der Versicherte aus zwingenden medizinischen Gründen öffentliche Verkehrsmittel oder ein privates KFZ nicht benutzen kann.

Demzufolge sind Krankenfahrten mit einem Taxi oder Mietwagen zur ambulanten Behandlung dann verordnungsfähig, wenn

a) ein Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ (außergewöhnliche Gehbehinderung, Blind, Hilflos) vorliegt
oder
ein Nachweis der Pflegestufe 2 oder 3 besteht.

Die Krankenkassen genehmigen auf ärztliche Verordnung Fahrten zur ambulanten Behandlung von Versicherten in vergleichbaren Fällen zu Punkt 1 oder 2 auch ohne amtlichen Nachweis

b) Fahrten zur ambulanten Dialyse, onkologischen Strahlentherapie oder onkologischen Chemotherapie können weiterhin verordnet werden. Diese Liste ist nicht abschließend. Daher kann eine Verordnung auch ausgestellt werden, wenn der Patient an einer Grunderkrankung leidet, die eine bestimmte Therapie erfordert, die häufig und über einen längeren Zeitraum erfolgen muss
und
dass diese Behandlung oder der zu dieser Behandlung führende Krankheitsverlauf des Patienten in einer Weise beeinträchtigt, dass eine Beförderung zur Vermeidung von Schaden an Leib und Leben unerlässlich ist.

Die Krankenfahrten bedürfen einer vorherigen Genehmigung durch die Krankenkassen.

Autor:

Dr. Bolz
Hauptstr. 62
45549 Sprockhövel
www.praxis-bolz.de