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Amalgam - in aller Munde...

Amalgame sind Metallverbindungen aus reinem Quecksilber mit anderen Metallen, vorzugsweise Silber im Verhältnis 1:1, und werden etwa seit dem 14. Jahrhundert zur Füllung von Zähnen verwandt. Der Einsatz wird wegen des niedrigen Preises, der Temperaturunempfindlichkeit, der leichten Verarbeitbarkeit und der hohen Standfestigkeit begründet.

Schon im 19. Jahrhundert machte sich Skepsis gegen die Unbedenklichkeit als Füllstoff breit. In verschiedenen Ländern (USA und Schweden) existiert seit längerem ein Amalgam-Verbot. Auch in der Bundesrepublik rät das Bundesgesundheitsamt von einer umfangreichen Amalgamverwendung während der Schwangerschaft und bei Kleinkindern ab.

Amalgame stehen im Ruf, häufig Ursache und Auslöser von den verschiedenartigsten Erkrankungen zu sein. Teilweise ist auch ein ideologischer Krieg entbrannt. Es bleibt jedoch festzustellen, dass 50% der Amalgamfüllung aus reinem Quecksilber besteht.

Umfang der Amalgamentfernung

Sämtliche Amalgamfüllungen sollten entfernt werden, auch solche, die unter Gold- oder Keramikkronen versteckt oder sogar im Zahnwurzelkanal liegen. Mit Amalgam wurzelbehandelte Zähne sollten komplett entfernt werden, woran sich eventuell noch das Ausfräsen des Kiefers anschließt, um das in diese Strukturen hineingesickerte Amalgam zu entfernen. Die Zahnsubstanz unter den Füllungen sollte so abgefräst werden, bis die normale weiße Zahnfarbe zum Vorschein kommt. Falls der ganze Zahn grau ist, muss er komplett entfernt werden.

Für Allergiker

Bei Allergikern ist die Gefahr eines Allergie-Schocks groß. Zusätzlich können die verwendeten Desinfektionsmittel und Betäubungsmittel Probleme bereiten. Deshalb sollte das Vorgehen der Sanierung dringend zwischen Zahnarzt und Hausarzt abgesprochen werden. Alle Stoffe und Zahnmaterialien, die verwendet werden, sollten zunächst ausgetestet werden.

Zeitplan zum Ausbohren

Über den Zeitraum, in dem sämtliche Füllungen entfernt sein sollen, gibt es unterschiedliche Meinungen. Als Faustregel gilt: leichte Vergiftung - langsame Sanierung, schwere Vergiftung - schnelle Sanierung.

Aus der Immunologie weiß man allerdings, dass bei der Entfernung die Zahl der Immunzellen, die auf die Füllungsbestandteile reagieren, nach etwa 12 - 14 Tagen ansteigt. Das bedeutet eine erhöhte Gefahr, eine allergische Reaktion zu entwickeln. Wenn danach durch eine spätere Sitzung nochmals Amalgam entfernt wird, sind die Lymphozyten schon sensibilisiert und können eine allergische Reaktion verursachen. Deshalb wäre es am besten, wenn innerhalb dieses Zeitraums schon alle Füllungen entfernt wären. Dabei sollten die Zähne quadrantenweise alle 2 - 4 Tage von Amalgamfüllungen befreit werden. Alternativ kann aber ebenso alle acht Wochen ein Quadrant bearbeitet werden, da nach diesem Zeitraum die Stärke der Immunreaktion wieder abnimmt.

Quecksilberausleitung bedeutet, dass für jeden Patienten individuell ein Konzept erstellt werden muß. Ein einheitliches "Kochrezept" gibt es für die Quecksilberausleitung nicht. Für jeden Patienten einzeln wird ein Therapiefahrplan erarbeitet, der seine individuellen Krankheitserscheinungen und Befindlichkeitsstörungen berücksichtigt.

Symbioselenkung des Darms

Eine Immunologische Basistherapie vor Beginn der Ausleitungstherapie um den Organismus auf die Ausleitungsbehandlung vorzubereiten

Autor:

Dr. Bolz
Hauptstr. 62
45549 Sprockhövel
www.praxis-bolz.de