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Hypertonie (Bluthochdruck)

- deutliche Blutdrucksenkung ist schon durch Änderung des Lebensstils möglich

Falsche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress fördern bekanntlich die Entstehung eines erhöhten Blutdrucks. Basistherapie bei Hochdruck-Patienten ist daher eine Änderung des Lebensstils. Werden diese nicht-medikamentösen Maßnahmen konsequent angewandt, kann der Blutdruck bei einigen Patienten sogar bis in den Normbereich gesenkt werden.

Etwa die Hälfte der Hypertoniker hat Übergewischt. Bei diesen Patienten hat unter allen nicht-medikamentösen Maßnahmen die Gewichtsreduktion den größten Effekt auf den Blutdruck, wie Professor Alfred Wirth aus Bad Rothenfelde im Gespräch mit "Forschung und Praxis" betont hat. Hierzu gebe es inzwischen viele Studien. Durch eine Gewichtsabnahme um 10 Kilogramm wird im Mittel der systolische Blutdruck um 15 mmHg vermindert, der diastolische um acht bis zehn mmHg. "Zehn Kilogramm Gewichtsabnahme haben den Effekt wie ein potentes Antihypertensivum", so Wirth. Aber auch schon eine geringere Gewichtsabnahme, etwa um zwei Kilogramm, lohnt sich, da bereits eine deutliche Blutdrucksenkung, etwa um fünf bis sechs mmHg systolisch, erzielt werden kann.

Auch Ausdauersport hat einen günstigen Effekt auf den Blutdruck. Damit wird der systolische Blutdruck im Mittel um vier mmHg und der diastolische Blutdruck um drei mmHg gesenkt, wie eine große Metaanalyse im letzten Jahr ergeben hat. Geeignete Ausdauersportarten sind Joggen oder Skilanglauf, da hierbei der Blutdruck dauerhaft gesenkt wird. Schwimmen habe den Nachteil, dass der Kältereiz Puls und Blutdruck in die Höhe treibt.

Der Nutzen der Salzreduktion auf sechs Gramm täglich oder weniger, wie es die Hochdruckliga empfiehlt, ist bei der Tagung in Dresden kontrovers diskutiert worden. In Studien belegt ist, dass der Blutdruck durch eine solche Salzreduktion etwa um 5 mmHg systolisch und um 3 mmHg diastolisch gesenkt werden kann. Allerdings

Autor:

Dr. Bolz
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