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Psoriasis - Schuppenflechte

Was ist Psoriasis?

Psoriasis, der medizinische Name für Schuppenflechte leitet sich vom griechischen psao ab, das bedeutet kratzen. Typische Anzeichen sind gerötete, erhabene Hautareale, die mit silberweißen Schuppen bedeckt sind und oftmals jucken - die so genannten Plaques. Die Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, bei der eine Fehlsteuerung des Immunsystems eine wichtige Rolle spielt. Die Psoriasis ist chronisch, d.h. sie kann nicht geheilt, heute jedoch gut behandelt werden. Es gibt verschiedene Formen der Erkrankung, die häufigste ist die Psoriasis vulgaris oder Plaque-Psoriasis. Etwa ein Drittel aller Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis erkranken zudem an einer Arthritis, also einer Gelenkentzündung. Auch für weitere Erkrankungen, wie Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen, haben Psoriasis-Patienten ein erhöhtes Risiko. Dies spricht dafür, dass die Schuppenflechte keine reine Hauterkrankung ist. Sie kann, vor allem bei schweren Formen, den ganzen Körper betreffen.

  • Hauptmerkmal sind die so genannten Plaques: scharf begrenzte, gerötete Hautareale, die mit glänzenden, silberweißen Schuppen bedeckt sind.
  • Über die Hälfte aller Betroffenen klagt über Juckreiz.
  • Die Symptome treten bevorzugt an den Außenseiten von Ellenbogen und Knien, in der Kreuzbeinregion und der behaarten Kopfhaut auf.
  • Die betroffenen Stellen sind häufig münz- bis handtellergroß und symmetrisch auf beide Körperhälften verteilt. Bei schweren Formen sind große Teile der Körperoberfläche betroffen.
  • Bei mehr als der Hälfte der Patienten treten Nagelveränderungen auf. Tüpfelnägel zeigen sich durch kleine, punktförmige Vertiefungen in den Nägeln, "Ölflecken" durch Verfärbungen der Nägel. Bei der Onycholyse löst sich die Nagelplatte vom Nagelbett.

Wie verläuft die Psoriasis?

Die Psoriasis ist eine chronische, d.h. "lebenslange" Erkrankung, die bei jedem Patienten anders verlaufen kann. Permanente Beschwerden - ob leicht oder stark - können ebenso vorkommen wie jahrelange Pausen mit fast völliger Beschwerdefreiheit. Nehmen die Beschwerden über einen längeren Zeitraum zu, spricht man von einem "Schub".

Wer erkrankt an Psoriasis?

  • Psoriasis betrifft ca. 1,6 Millionen Menschen in Deutschland, etwa 2,5 % der Bevölkerung.
  • Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.
  • Die Psoriasis tritt oft zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr erstmalig auf, sie wird dann Typ-1-Psoriasis genannt. Auch zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr tritt sie häufiger auf (Typ-2 oder Spättyp).
  • Nach Schätzungen leiden mindestens 30% der Betroffenen an einer mittelschweren oder schweren Form.

Was kann eine Psoriasis auslösen?

Offenbar müssen mehrere Aspekte zusammen wirken, um die Krankheit auszulösen. Neben genetischen Faktoren, durch die ein Mensch eine Veranlagung erhält, spielen Umweltfaktoren für den Ausbruch der Psoriasis eine große Rolle. Dazu gehören Stress, psychische Belastungen, Infektionen (besonders durch Streptokokken), Hautverletzungen, Alkohol, Rauchen und bestimmte Medikamente.

Der Entzündungsprozess der Psoriasis entsteht durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Aus bislang ungeklärten Gründen kommt es zu einer Aktivierung von Immunzellen, die in die Haut einwandern und die Hautzellen stimulieren, sich schneller zu teilen, als es für die normale Regeneration nötig ist. An den betroffenen Stellen verdickt sich die Haut. Die im Überschuss produzierten Hautzellen werden als Schuppen abgestoßen.


Quelle: Fa. Abbott GmbH

Autor:

Dr. Bolz
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