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Schmerztherapie mit Transkutaner Elektrischer Neuro-Stimulation (TENS)

Schmerzunterdrückung zu jeder Zeit, unabhängig von Arzt oder Medikamenten, dies wünschen Schmerzpatienten. Eine Möglichkeit für sie stellt die Transkutane Elektrische Neuro-Stimulation (TENS) dar.

Schmerzmittel lassen sich teilweise drastisch reduzieren, in vielen Fällen kommt der Patient ohne jegliche Zusatzmedikation aus.

Es können Schmerzen aller Art behandelt werden, ob akut oder chronisch, am Kopf oder Fuß. Nicht möglich ist dies bei offenen Wunden oder bei Patienten mit einem Herzschrittmacher.

Die TENS wirkt ebenso über eine Endorphinausschüttung (körpereigenes morphiumähnliches Schmerzmittel) wie die Akupunktur. Die Wirkung beruht auf einer Elektrostimulation innerhalb der Schmerzverarbeitung im Rückenmark.

Die Schmerzunterdrückung durch hohe Frequenzen wirkt sehr rasch, ist aber nicht von Dauer. Niedrigfrequente Ströme haben den Vorteil der stärkeren und länger anhaltenden Schmerzfreiheit.

Zur TENS-Ausstattung gehört ein Elektrostimulationsgerät und die Elektroden. Die Anwendung ist nicht ortsgebunden, denn das Gerät von der Größenordnung eines Handys oder Walkmans beeinträchtigt die Mobilität nur unerheblich. Auch eine Stimulation unter Belastung, z. B. am Knie während eines Spaziergangs ist möglich.

Die Kosten übernimmt bei Diagnose und Antragstellung die Krankenkasse.

Die Anwendung für den Patienten ist denkbar einfach. Nach gründlicher Einführung und individueller Beratung sind Sie in der Lage, das Anlegen der Elektroden selbst durchzuführen. Die wichtigste Regel für die Plazierung der Elektroden lautet: den Schmerz einkreisen.

TENS wird sooft wie nötig und möglich angewendet. Empfohlen wird jeweils für 15 Minuten mit einer hohen Frequenz (80-100 Hz.) zu Beginn, dann für etwa 15 Minuten mit 1-4 Hz. fortzufahren.

Erfolgreich sind etwa 70-80% der TENS-Behandlungen. Außer einem Juckreiz, hervorgerufen durch Reaktionen der Haut unter den Elektroden sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Insgesamt hat die TENS eine hohe Akzeptanz bei Patienten, auch wenn die Einnahme von Tabletten oder anderen Medikamenten weniger Aufwand bedeutet.

Autor:

Dr. Bolz
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45549 Sprockhövel
www.praxis-bolz.de